10. Todestag von Barış Manço

Januar 25, 2009

Barış Manço, war ein Pionier der türkischen Rockmusik, die seit den Sechzigern dem weltweit Funken schlagenden Gitarrensound einen eigenen, lokalen Anstrich gab. Neben Musikern wie Cem Karaca und Erkin Koray sowie den Moğollar begründete Barış Manço eine neue, anatolische Elemente aufgreifende Rockvariante, welche die globale Revolution der Jugendkultur reflektierte und die bis heute daran erinnert, daß Istanbul einst, von Berlin aus gesehen, auf halben Wege auf dem Hippie-Trail nach Indien lag.” So zitierte Daniel Bax in der TAZ vom 6. Februar 1999.

Barış Manço war für mehrere Generationen ein Volksheld, ein Volksdichter und -philosoph, ein “freiwilliger Diplomat” der Türkei in aller Welt. So jedenfalls waren die unzähligen Nachrufe zu seinem Tod. Der Schnellsprecher und Workaholic führte ein schnelles Leben, so als müsste er noch all seine Vorhaben rechtzeitig zu Ende bringen. Barış Manço wurde mit einem Staatsbegräbnis verabschiedet. Zehntausende begleiteten ihn auf seinem letzten Weg.” – Aus alla-turca.de

Barış Manço (geboren am 2. Januar 1943 in Istanbul, gestorben am 1. Februar 1999) war ein türkischer Sänger, Komponist und Fernsehmoderator. Er war einer der wichtigsten Personen der türkischen Musikgeschichte.

Zu seinem 10. Todesjahr finden weltweit kulturelle Organisationen statt. In Istanbul beginnen die Organisationen am 23. Januar mit einem Konzert von Kurtalan Ekspres, die von Barış Manço gegründete Band.

Türkische Rockmusik – Türk Anadolu Rock

Mai 4, 2008

Die Geschichte der türkischen Rockmusik, besser bekannt unter Türk Rock oder Andadolu Rock, nahm ihren Beginn in den 60er Jahren. Wodurch wurde dieser Trend ausgelöst? Bestimmend war wohl der steigende Bekanntheitsgrad der Rockmusik aus den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich.

Der Versuch Rockmusik und die traditionelle türkische Volksmusik zu kombinieren gelang der Gruppe Moğollar erfolgreich und wurde mit dem Grand Prix de Disque der Academie Charles Cross ausgezeichnet. Dies war wohl der Beginn der Modernisierung der Türkei in Bezug auf die Musik. So gehörte der Versuch von Moğollar mit zu der Idee der nationalen Ideologie. Die türkische Volksmusik, auch Halk Müzigi genannt, sollte mit der europäischen Musik harmonieren. Die Pioniere der türkischen Rockmusik sind Moğollar, Barış Manço, Cem Karaca und Erkin Koray.

Mit diesem Vorhaben hielten zweierlei Dinge Einzug in die Türkei: zum einen neue Instrumente wie zum Beispiel das Klavier, zum anderen das europäische Tonsystem, welches aus 12 Tönen besteht, das türkische jedoch aus 24. Die Synthese zwischen E-Gitarre, Schlagzeug und Synthesizer mit türkischen Melodien und Instrumenten wie den nationalen Saiteninstrumenten und Rohrflöten führte zu Experimenten mit den technischen Möglichkeiten des Westens.

Waren die Texte zu Beginn noch auf englisch und französisch gehalten so kehrten die Musiker jedoch alsbald wieder in ihre Nationalsprache türkisch zurück. Mit Einsatz der Hippie-Bewegung, welche auch die Türkei erreichte pilgerten die Musiker an der Philosophie des Orients interessiert in den Osten um neue musikalische Impulse zu finden. Der türkische Psychadelic Rock feierte erstmals internationale Berühmtheit.

Bis Mitte der 70er Jahre war die Richtung Psychedelic Rock sehr populär. Ende der 70er gewann auch die Spielart Progressive Rock mehr Beliebtheit. Moğollar nahmen 1971 in Paris das legendäre Album (Anadolu Pop) auf, die mit dem Grand Prix du Disque der Academie Charles Cross ausgezeichnet wurde.

Barış Manço brachte 1976 eine Single in London heraus (Nick The Chopper), womit er seinen internationalen Durchbruch in den europäischen Charts erlangte. 4 Wochen lang hielt sich diese Platte auf Platz 1 in England, Frankreich und Belgien. Damit platzierte er sich noch vor Elton John. Zudem trat er 1990 mit Metallica zusammen bei einem Rockkonzert in Russland auf.

1984 erschien in Deutschland das Album von Cem Karaca (Die Kanaken), in dem er mit Liedern wie “Mein Deutscher Freund” oder “Es kamen Menschen an” die Situation der türkischen Gastarbeiter und Immigranten in Deutschland thematisierte.

Erkin Koray veröffentlichte in Deutschland von 1977 bis 1983 vier Alben.

Baris Manço

Mai 3, 2008

Baris Manço (geboren am 2. Januar 1943 in Istanbul, gestorben am 1. Februar 1999) war ein türkischer Sänger, Komponist und Fernsehmoderator. Er war einer der wichtigsten Personen der türkischen Musikgeschichte.

Sein Markenzeichen war von jungen Jahren an seine langen Haaren und der Schnurrbart, die er auch im fortschreitenden Alter im ergrauten Zustand beibehielt. Er komponierte mehr als 200 Lieder.

Baris Manço’s musikalische Karriere begann während seines Studiums in Belgien. In den späten 50ern wurde er als Pionier des sogenannten “Anadolu Rock” berühmt. 1970 schaffte Baris Manço mit der Single “Daglar Daglar” seinen Durchbruch in der Türkei. 700.000 verkaufte Platten bescherten ihm eine Platinauszeichung.

1976 brachte er eine Single in London heraus (Barish Mancho – Nick The Chopper), er erlangte damit seinen internationalen Durchbruch in den europäischen Charts. Vier Wochen lang hielt sich diese Platte auf Platz 1 in England, Frankreich und Belgien. Damit platzierte er sich noch vor Elton John.

Anfang der 90er trat er zusammen mit Metallica bei einem Rockkonzert in Russland auf. 1995 verkauften sich seine Platten (Mega Manco, Müsadenizle Cocuklar, Live in Japan) in Tokio mehr als in seiner eigenen Heimat.

Manço starb 1999 an einem Herzinfarkt. Bei der Staatsbeerdigung trauerten Millionen von Fans. Seine Beerdigung gilt in der Türkei als jene mit der zahlreichsten Beteiligung von Trauernden. Baris Manço lebte im Stadtviertel Moda des Istanbuler Stadtteils Kadiköy. Heute gibt es ihm zu Ehren in dem Stadtteil den BarisManço-Park.

Diskografie
Kurtalan Ekspres (1969)
Dünden Bugüne (1971)
2023 (1975)
Sakla Samani Gelir Zamani (1976)
Barish Mancho / Nick The Chopper (1976)
Yeni Bir Gün (1979)
20 Sanat Yili Disco Manço (1980)
Sözüm Meclisten Disari (1981)
Estagfurullah.. Ne Haddimize! (1983)
24 Ayar Manço (1985)
Degmesin Yagli Boya (1986)
30 Sanat Yili Fulaksesuar Manço-Sahibinden Ihtiyaçtan (1988)
Darisi Basiniza (1989)
Mega Manço (1992)
Müsaadenizle Çocuklar (1995)
Baris Manço Live In Japan (1996)
Mançoloji (1999)


Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de